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Die häufigsten Fragen

 

Weshalb wird bei Albaöl Beta-Carotin zugesetzt?

Beta-Carotin ist nicht nur ein Farbstoff, sondern dient gleichzeitig als Antioxidans. Es schützt das Öl vor dem Angriff des Luftsauerstoffs und hemmt damit die Oxidation. Auf diese Weise verhindert es die frühzeitige Alterung des Öls. Zudem reduziert es die Zerstörung luftempfindlicher Vitamine und Aminosäuren und ist selbst ein Provitamin, das im Körper zu Vitamin A umgebaut wird.

 

Weshalb kann es am Flaschen- oder Kanisterboden zu Bodensatz kommen?

Da es sich bei Albaöl um gepresstes Rapsöl handelt, das u.a. mit Zitronensäureester zubereitet wird, kann es (u.a. in Abhängigkeit zur Aufbewahrungstemperatur) zu Ausfällungen kommen, die sich am Boden absetzen und gelegentlich auch wie kleine Wolken über den Boden „schweben". Dieser Bodensatz hat keinerlei Einfluss auf die Produktqualität, also weder auf die ernährungsphysiologischen noch auf die küchentechnischen Eigenschaften. Wen der Bodensatz stört, kann ihn aufschütteln.

 

Enthält Albaöl Glutamat oder andere Geschmacksverstärker?

Nein.


 

Darf Albaöl trotz des hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhitzt werden?

Ja, denn bei der weitverbreiteten Ansicht, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren durch Hitzeeinwirkung zerstört werden bzw. sich in Transfettsäuren verwandeln, handelt es sich um ein Gerücht. Vermutlich ist es erstmals im Zusammenhang mit Canola-Öl, einem in Kanada produzierten Rapsöl, aufgetaucht.
 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden durch Hitzeeinwirkung nicht zerstört. Omega-3-Fettsäuren halten Temperaturen von 260 °C aus.
 

Zu einer erwähnenswerten Veränderung der Fettsäurezusammensetzung eines Öls kommt es nur unter ganz extremen Bedingungen. Weder bei der Herstellung von Albaöl noch beim Braten mit Albaöl sind diese Bedingungen gegeben. Generell gilt: Außer bei der Fetthärtung (Hydrierung) kommt es bei pflanzlichen Ölen äußerst sel­ten zu einer nennenswerten Bildung von Transfettsäuren. Hohe Temperaturen allein sind für die Bildung von Transfettsäuren nicht ausreichend. Nur wenn das Öl eine entsprechend lange Zeit, bei hohem Druck und in Verbindung mit einem geeignetem Katalysator diesen extrem hohen Temperaturen ausgesetzt ist, sind die notwendigen Vorausset­zungen gegeben.
 

Dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Albaöl bei Erhitzung nicht „verschwinden“, haben auch die im Januar 2008 in Schweden durchgeführten Analysen gezeigt, bei denen das Verhalten der α-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) bei Hitzeeinwirkung untersucht worden ist. Sie haben ergeben, dass der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch bei Hitzeeinwirkung stabil bleibt. Die entsprechenden Proben wurden nach der Methode IUPAC 2.304 getestet und a) auf 190 °C erhitzt und 15 Minuten lang dieser Temperatur ausgesetzt sowie b) auf 225 °C erhitzt und 30 Minuten lang dieser Temperatur ausgesetzt. Bei beiden Tests hat sich die Fettsäurezusammensetzung des Produktes nicht verändert [die bei b) aufgetretenen Veränderungen liegen bei 0,1 % und können daher als unwesentlich betrachtet werden].

Was in einem Öl verbrennen kann, sind die Fettbegleitstoffe. Doch auch diese verbrennen erst, wenn der Rauchpunkt erreicht ist. Das heißt: Der Rauchpunkt ist entscheidend, wie hitzestabil ein Öl ist. Bei Albaöl liegt der Rauchpunkt bei 220 °C.