Warenkunde

 

Raps (Brassica napus) gehört botanisch gesehen zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae), wie beispielsweise auch Kohl und Senf. Vermutlich ist er aus einer spontanen Kreuzung zwischen dem Wildkohl (Brassica oleracea) und dem Rübsen (Brassica rapa) hervorgegangen. Die ursprünglichen Verbreitungsgebiete dieser beiden Arten überlappen sich im Mittelmeerraum, weswegen dieser als Herkunftsgebiet des Rapses gilt. Raps ist eine verhältnismäßig alte Kulturpflanze, die schon den Römern bekannt war. Wegen seines bis zu fünfzigprozentigen Ölgehaltes wird Raps bereits seit Jahrhunderten als Kulturpflanze genutzt, zunächst hauptsächlich als Brennstoff für Öllampen.

 

Rapsöl als Lebensmittel
Vom „Mauerblümchen“ zum „Shooting Star“

 

Rapsöl – die „Butter“ für arme Leute

Für die Generation unserer Eltern und Großeltern war die „gute Butter“ noch das „Non-Plus-Ultra“ in der Ernährung. In Not- und Krisenzeiten stand diese nur dem „Ernährer“ in der Familie zu. Frauen und Kinder kamen meist nicht in den Genuss und mussten sich mit weniger schmackhaften Alternativen begnügen. Das bitter schmeckende Rapsöl mit seinem hohen Anteil an Erucasäure, die heute als herzmuskelschädigend gilt, war dabei eine der letzten Alternativen.

 

Erfolgreiche Züchtungen – besserer Geschmack

Doch aus dem „Mauerblümchen“ von damals wurde der „Shooting Star“ von heute. Voraussetzung dafür waren zwei wesentliche Züchtungserfolge in den 70er und 80er Jahren, die ganz ohne die heute üblichen gentechnischen oder zellbiologischen Verfahren abliefen. Das Ergebnis war der erucasäure- und glucosinolatarme „Doppel-Null-Raps“. Diese neuen Rapssorten wurden zum interessanten Rohstoff für die Lebensmittelindustrie, denn sie lieferten ein bekömmliches Öl ohne den ursprünglich kratzig-bitteren Geschmack. Rapsöl ist aber nicht nur bekömmlich, sondern auch gesund (vgl. unten „Ernährung und Diätetik) und erfreut sich deswegen zunehmender Beliebtheit.

 

Albaöl HC – für ernährungsbewusste Genießer

Geschmacklich gesehen ist Rapsöl jedoch noch immer nicht jedermanns Sache. Der besonders für kaltge­presstes Rapsöl typische nussige Geschmack überlagert den Eigengeschmack der Speisen und wird von manch einem auch als saatig oder leicht bitter empfunden. Der neutrale Geschmack vieler im Handel erhältlicher Rapsöle überzeugt den echten Gourmet ebenfalls nicht – auch wenn er noch so ernährungsbewusst ist. Seit Generationen ist für viele der Buttergeschmack das Höchste der Gefühle – beim Braten, Backen, Dünsten usw. Dem hat man in Schweden Rechnung getragen: Im skånischen Dalby wurde ein hitzebeständiges Öl entwickelt, das die ernährungsphysiologischen Vorzüge von Rapsöl mit einem einzigartigen Buttergeschmack verbindet. Das von Alf Qvist inmitten leuchtend gelber Rapsfelder „erfundene“ Albaöl ist inzwischen zum „Shooting Star“ vieler ernährungsbewusster Genießer geworden – auch bei uns in Deutschland.

 

Ernährung und Diätetik

Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts Berlin nimmt der prozentu­ale Anteil Übergewichtiger und adipöser Menschen in der Bevölkerung der westlichen Industrieländer seit einigen Jahrzehnten stetig zu. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche. In Deutschland sind ca. zwei Drittel der männlichen Bevölkerung und ca. die Hälfte der weib­lichen Bevölkerung übergewichtig oder adipös. Übergewicht und Adipositas werden in Zusammenhang mit dem deutlichen Anstieg verschiedener Folgeerkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Typ 2-Diabetes und orthopädische Er­krankungen gebracht (vgl. Robert-Koch-Institut: Übergewicht und Adipositas. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 16. Berlin: RKI 2003, geänderte Auflage 2005.

Diese alarmierenden Zahlen führten dazu, dass „gesunde Ernährung“ heute in aller Munde ist. Eins der am meisten diskutierten Themen ist das Thema „Fett“. In der Fettleitlinie der DGE (2006) wird nicht nur der Zusammenhang zwischen der Gesamtfettzufuhr und einzelnen ausgewählten Erkrankungen dargestellt, sondern auch der Zusammenhang zwischen dem Gehalt einzelner Fettsäuren in der Nahrung und dem Entstehen der Erkrankungen.

Albaöl HC besitzt ein aus ernährungsphysiologischer Sicht optimales Fettsäuremuster, besteht zu nur 7 % aus gesättigten Fettsäuren und zu 93 % aus ungesättigten, davon 36 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren.  Mit einem Gehalt von 20 % an Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) und 16 % an Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) verfügt Albaöl HC zudem über ein besonders ausgewogenes Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren von 1,25 : 1. Damit ist Albaöl HC im Rahmen einer entzündungshemmenden, fettreduzierten Ernährung mit einem vernünftig bemessenen Anteil der Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) als Fettquelle geradezu prädestiniert. Da es dank seiner Dünnflüssigkeit und Ergiebigkeit sehr sparsam eingesetzt werden kann, ermöglicht Albaöl HC eine Versorgung mit der essentiellen Omega-3-Fettsäure auch bei reduziertem Fetteinsatz. Bereits ein knapper Esslöffel Albaöl HC (8,5 g) deckt den von der DGE empfohlenen Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren!

 

Weitere Infos zur Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren für unsere Ernährung finden Sie hier.
 

Lagerung

Damit die hohe Qualität von Albaöl HC maximal erhalten bleibt, wird eine dunkle und kühle Lagerung empfohlen, am besten im Kühlschrank.

 

Tipp für die Sprühmethode

Wenn Sie für Albaöl HC die besonders fettsparende, kalorienarme Sprühmethode anwenden möchten, sollte Albaöl HC Zimmertemperatur haben. So erhalten Sie die für ein gutes Sprühergebnis erforderliche Viskosität des Öles.